Institut für Schädlingskunde

Museumskäfer



Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen des Museumskäfers (Anthrenus museorum)



Wissenschaftliche Bezeichnung: Anthrenus museorum (LINNAEUS, 1767)

 

Museumskäfer - Aussehen: Die relativ kleinen Käfer erreichen nur eine Körperlänge von drei Millimetern. Die Flügeldecken sind überwiegend dunkel gefärbt. Nur vereinzelt finden sich einige helle Schuppen auf den Flügeldecken. Am hinteren, äußeren Rand des Halsschilds, sowie hinter dem Schildchen gibt es noch mehr helle Zeichnungselemente (siehe Abbildung 1). Die acht-gliedrigen Antennen enden mit einer zwei-gliedrigen Fühlerkeule (siehe Abbildung 2). Die Larven von Anthrenus museorum sind stark behaart und besitzen wie die Larven des Wollkrautblütenkäfers (Anthrenus verbasci) so genannte Pfeilhaare mit denen die Larven Freßfeinde abwehren können.

 

   
Abb. 1: Museumskäfer (Anthrenus museorum)   Abb. 2: Museumskäfer (Anthrenus museorum) - Kopfansicht  

 

 

Museumskäfer - Verbreitung und Verhalten: Museumskäfer sind weltweit verbreitet. Der gesamte Entwicklungszyklus beträgt bei dieser Art sieben bis vierzehn Monate. Es entsteht pro Jahr somit nur eine einzige Generation. Museumskäfer sind nicht sehr produktiv. Die Weibchen legen maximal nur 35 Eier ab. Bei einer Temperatur von 18°C entstehen zehn Larvenstadien. Die adulten Käfer sind Blütenbesucher und fressen ausschließlich Nektar und Pollen. Die Larven von Anthrenus museorum ernähren sich dagegen hauptsächlich von dem Protein Keratin, welches unter anderem in Haaren oder Federn vorkommt.

 

Museumskäfer - Schadpotenzial: Anthrenus museorum ist ein reiner Materialschädling. Museumskäfer werden hauptsächlich in zoologischen Sammlungen gefunden, wo sie Schäden an Insektenpräparaten oder ausgestopften Vögeln und Säugetieren anrichten.

 

 

Museumskäfer - Bekämpfen: Um einen Befall mit Museumskäfern erst gar nicht entstehen zu lassen, sollte die Wohnung regelmäßig gründlich gereinigt werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich Ansammlungen von Staub und Haaren bilden, die Museumskäfern, Teppichkäfern (Anthrenus scrophulariae) oder Kleidermotten (Tineola bisselliella) als Brutsubstrat dienen können. Zur direkten Bekämpfung von Anthrenus museorum können Kontaktinsektizide wie Pyrethrum oder Permethrin eingesetzt werden.

 

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