Der zur Gruppe der Rüsselkäfer (Curculionidae) gehörende Balkenrüssler besitzt wie alle Vertreter dieser Käferfamilie einen rüsselartig verlängerten Kopf. An der Spitze dieser rüsselartigen Verlängerung sitzen die Mundwerkzeuge. Die beiden Fühler sitzen etwa in der Mitte dieser Struktur und sind rechtwinklig abgeknickt. Die adulten Balkenrüssler zeigen überwiegend eine dunkelbraune Färbung und erreichen eine Körperlänge von 2,8 bis 3 mm (Weidner & Sellenschlo, 2003). Lediglich die Fühler, sowie die Tarsen (Fußgliefer) sind etwas heller. Die Fühlergeißel besteht aus sieben Gliedern. Die Flügeldecken von Stereocorynes truncorum weisen kräftige Punktstreifen auf. In den schmalen Zwischenräumen zwischen den Punktstreifen befindet sich jeweils eine weitere, äußerst feine Punktreihe. Das Halsschild ist dicht mit feinen Punkten bedeckt und etwa so lang wie breit. Die Larven von Stereocorynes truncorum ähneln den Larven von Borkenkäfern. Sie sind weißlich gefärbt und entwickeln sich optimal bei Temperaturen von rund 23°C. Die Ausfluglöcher besitzen einen Durchmesser von ein bis zwei Millimetern und sind unregelmäßig oval geformt.
Der Balkenrüssler ist eine einheimische Rüsselkäferart, die natürlicherweise in Wäldern vorkommt. Die Larven von Stereocorynes truncorum entwickeln sich in Totholz, das durch Pilzbefall bereits vorgeschädigt ist.
Der Balkenrüssler ist ein typischer Sekundärschädling an verbautem Holz, das durch Pilzbefall bereits vorgeschädigt ist. In Gebäuden werden laut Weidner & Sellenschlo (2006) feuchte Balken und Fußbodendielen befallen.
Eine direkte Bekämpfung des Balkenrüsslers macht nur wenig Sinn, da die Art wie bereits erwähnt ein typischer Sekundärschädling an pilzbefallenem Holz ist. Die betroffenen Holzteile sind in der Regel bereits derart stark geschädigt, dass sie komplett ausgetauscht werden müssen.
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