Institut für Schädlingskunde

Gefleckte Weidenblattkäfer bekämpfen



Hier erfahren Sie alles über Erkennen, Vorkommen, Lebensweise, Schadwirkung und Bekämpfung von Chrysomela vigintipunctata (Gefleckter Weidenblattkäfer)



Wissenschaftliche Bezeichnung des Gefleckten Weidenblattkäfers: Chrysomela vigintipunctata (Scopoli, 1763)

 

Gefleckte Weidenblattkäfer - Aussehen: Chrysomela vigintipunctata ähnelt wegen der 20 schwarzen Punkte auf den Flügeldecken entfernt an einen Marienkäfer. Tatsächlich gehört die Art allerdings in die Familie der Blattkäfer und ist somit beispielsweise näher mit dem Lilienhähnchen (Lilioceris lilii) verwandt. Der Gefleckte Weidenblattkäfer wird nur rund 7 bis 8 mm lang. Charakteristisch für diese Blattkäferart ist neben den jeweils 10 schwarzen Flecken auf jeder Flügeldecke auch die schwarze Flügelnaht an der Stelle, an der die beiden Flügeldecken aneinander stoßen. Die Grundfärbung der Flügeldecken variiert von milchig-weiß über gelb und orange bis hin zu rot. Die Larven von Chrysomela vigintipunctata sind ganz ähnlich gemustert wie die Käfer und zeigen auf ihrem weißlichen Körper viele unregelmäßige, schwarze Flecken.

 

   
Abbildung 1: Gefleckter Weidenblattkäfer (Chrysomela vigintipunctata)
  Abbildung 2: Larven des Gefleckten Weidenblattkäfers (Chrysomela vigintipunctata) auf der Suche nach einem Verpuppungsplatz  

 

 

Gefleckte Weidenblattkäfer - Verbreitung und Verhalten: Gefleckte Weidenblattkäfer sind von Mitteleuropa bis zum südlichen Nordeuropa verbreitet. Allerdings weist das Verbreitungsgebiet größere Lücken auf. Normalerweise findet man Käfer und Larven von Chrysomela vigintipunctata vor allem auf Weiden in der Nähe von Gewässern. Sowohl die Käfer als auch die Larven dieser Blattkäferart ernähren sich hauptsächlich von den Blättern verschiedener Weidenarten. Daneben werden auch die Blätter von Pappeln gefressen. In Deutschland findet man Gefleckte Weidenblattkäfer in der Regel von April bis in den August hinein. Die Larven verpuppen sich zwischen Mitte Mai und Anfang Juni. Frisch geschlüpfte Käfer treten ab Mitte Juni auf.

 

 

Gefleckte Weidenblattkäfer - Schadpotenzial: Gefleckte Weidenblattkäfer sind Pflanzenschädlinge. Besonders an jungen Weiden können sie Kahlfraß verursachen. Wirtschaftliche Schäden kann Chrysomela vigintipunctata vor allem in Baumschulen anrichten, wenn hier Weiden oder Pappeln befallen werden.

 

 

Gefleckte Weidenblattkäfer - Bekämpfen: Gefleckte Weidenblattkäfer kann man mit Insektiziden bekämpfen, die für den Einsatz gegen blattfressende Käfer zugelassen sind. Mögliche Sprühpräparate sind Bayer Garten Schädlingsfrei Calypso (Wirkstoff: Thiacloprid), Schädlingsfrei Careo Spray (Wirkstoff: Acetamiprid) oder Karate Forst flüssig (Wirkstoff: Lamda-Cyhalothrin).

 

   
Abbildung 3: Gefleckte Weidenblattkäfer (Chrysomela vigintipunctata) sind Pflanzenschädlinge
  Abbildung 4: Das Lilienhähnchen (Lilioceris lilii) gehört wie der Gefleckte Weidenblattkäfer (Chrysomela vigintipunctata) zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae)  

 

Noch mehr Informationen zu Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen von Gefleckten Weidenblattkäfern (Chrysomela vigintipunctata)

 

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