Institut für Schädlingskunde

Collembolen bekämpfen



Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen von Collembolen (Springschwänze)



Wissenschaftliche Bezeichnung: Collembola

 

Collembolen - Aussehen: Collembolen besitzen zwar drei Beinpaare, gehören aber nicht zu den Insekten. Beispielsweise unterscheiden sie sich von den Insekten durch die Lage ihrer Mundwerkzeuge. Collembolen werden meist 1 bis 2 mm lang. Die im Boden lebenden Collembolenarten erscheinen weißlich, während die oberirdisch lebenden Arten eine pigmentierte Kutikula besitzen. Im Gegensatz zu Insekten besitzen Collembolen eine sog. Sprunggabel, mit der sie auf der Flucht vor möglichen Freßfeinden Sprünge von mehreren Zentimetern vollführen können. Aufgrund dieser Besonderheit werden Collembolen im deutschen auch als Springschwänze bezeichnet.

   
Abbildung 1: Collembolen (Springschwänze) sind weltweit verbreitet   Abbildung 2: Collembolen (Springschwänze) besiedeln meist feuchte Lebensräume  

 

 

Collembolen - Verbreitung und Verhalten: Collembolen kommen auf allen Kontinenten in feuchten Landlebensräumen vor. Man findet Collembolen von der Küste des Meeres bis in die Hochgebirgsregion, wo der sog. Gletscherfloh lebt. Besonders in der obersten Bodenschicht sind Collembolen mit vielen Arten vertreten. Die Tiere ernähren sich von abgefallenen Blättern und sonstigem abgestorbenen Pflanzenmaterial und tragen maßgeblich zur Humusbildung bei.

 

Collembolen - Schadpotenzial: Collembolen können hin und wieder in großen Mengen in Häuser und Wohnungen eindringen und müssen in diesen Fällen als Lästlinge angesehen werden. Beispielsweise leben Collembolen in der Kiesschicht von Flachdächern und ernähren sich hier von abgestorbenen Blättern, die zwischen die Kiesel gefallen sind. Wenn es längere Zeit nicht geregnet hat und der Lebensraum für die Collembolen zu trocken geworden ist, können sie mitunter in großer Zahl in die darunter liegenden Wohnungen einfallen.

 

 

Collembolen - Bekämpfen: Collembolen, die beispielsweise mit Brennholz in das Haus gelangt sind, können hier aufgrund der niedrigen Luftfeuchtigkeit nicht lange überleben. Somit werden direkte Bekämpfungsmaßnahmen meist nicht nötig. Lediglich in feuchten Kellern oder in noch feuchten Neubauwohnungen können sich Collembolen länger halten und sogar vermehren. In solchen Fällen können Kontaktinsektizide wie Pyrethrum eingesetzt werden, um die Tiere zu bekämpfen.

 

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