Institut für Schädlingskunde

 

 

Hausspinne

 

Wissenschaftlicher Artname der Hausspinne: Tegenaria atrica Koch, 1843

 

Wie sehen Hausspinnen aus? Für mitteleuropäische Verhältnisse ist die Hausspinne eine relativ große Art. Der Körper der Weibchen wird fast 2 cm lang. Männliche Hausspinnen erscheinen insgesamt zierlicher und werden nur 12 bis 15 mm groß. Die Beine überragen den Körper um ein vielfaches. Ein dunkelbraunes Zeichnungsmuster hebt sich von der hellbraunen Grundfärbung des Körpers ab. Die langen Beine sind einfarbig grau-braun. Der Körper der Hausspinne ist mit einer Vielzahl von borstigen Haaren bedeckt.

 

 
Abb. 1: Von vorn fallen die relativ großen Cheliceren der Hausspinne (Tegenaria atrica) auf   Abb. 2: Die Hausspinne (Tegenaria atrica) ist eine vergleichsweise große Spinnenart

 

Wo leben Hausspinnen? Hausspinnen sind in ganz Mitteleuropa verbreitet und leben überwiegend in Gebäuden. Hier bauen sie hinter Möbeln oder Gerümpel ein sog. Trichternetz. Der etwas unordentlich aussehende Netzteppich geht am Ende in eine Art „Wohnröhre“ über, in der sich die Spinne die meiste Zeit über aufhält. Als nachtaktive Art verlässt die Hausspinne erst in der Nacht zur Nahrungssuche ihre Wohnröhre. Wird sie bei ihren nächtlichen Ausflügen überrascht, so sucht Tegenaria atrica so schnell wie möglich ein dunkles Versteck auf. Hausspinnen können bis zu 6 Jahre alt werden.

 

Welche Schäden können Hausspinnen anrichten? Die relativ große Hausspinne ruft bei vielen Menschen Ekel hervor. Allerdings ist die Hausspinne für den Menschen nicht gefährlich. Sie ist daher höchstens als Lästling anzusehen.

 

Wie kann man Hausspinnen vernichten? Zu Bekämpfungszwecken können Kontaktinsektizide, wie z. B. Pyrethroide eingesetzt werden.

 

Hier erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Hausspinnen (Tegenaria atrica).

 

 

Informationen zu Hausungeziefer, Vorratsschädlingen, Hygieneschädlingen, Lästlingen und Pflanzenschädlingen

 

© Martin Felke - Institut für Schädlingskunde