Institut für Schädlingskunde

 

 

Holzzerstörende Ameisenarten

 

Hier erfahren Sie alles über Holzzerstörende Ameisenarten - Erkennen, Vorkommen, Lebensweise, Schadwirkung und Bekämpfung.

 

Wissenschaftliche Bezeichnung: Formicidae

 

Holzzerstörende Ameisenarten - Erkennen

Im Gegensatz zur Schwarzgrauen Wegameise (Lasius niger) siedeln sich vier weitere Ameisenarten direkt im Haus an und können durch das Aushöhlen von Balken bzw. durch das Zerkleinern von Dämmstoffen zum Teil große Schäden anrichten (s. Abb. 1). Holzzerstörende Ameisenarten sind in Deutschland die Roßameise (Camponotus ligniperda), die Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus), die Zweifarbige Wegameise (Lasius emarginatus) und die Braune Wegameise (Lasius brunneus).

 

Braune Wegameise (Lasius brunneus)

Abb. 1: Eine Kolonie der Braunen Wegameise (Lasius brunneus) hat sich in einer Zwischendecke angesiedelt

Roßameise (Camponotus ligniperda)

Abb. 2: Die Roßameise (Camponotus ligniperda) ist ein gefürchteter Holzschädling

Zweifarbige Wegameise (Lasius emarginatus)

Abb. 3: Die Zweifarbige Wegameise (Lasius emarginatus) ist im Osten Deutschlands teilweise die häufigste Hausameise

 

Holzzerstörende Ameisenarten - Vorkommen und Lebensweise

Informationen zu Vorkommen und Lebensweise von Holzzerstörenden Ameisen finden Sie in den Steckbriefen der folgenden Ameisenarten:

Braune Wegameise (Lasius brunneus)

Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus)

Kerblippige Roßameise (Camponotus fallax)

Roßameise (Camponotus ligniperda)

Zweifarbige Wegameise (Lasius emarginatus)

 

 

Holzzerstörende Ameisenarten - Schadwirkung

Holzzerstörende Ameisen können erhebliche Schäden an der Bausubstanz anrichten. Unabhängig von der Bekämpfung empfiehlt sich bei einem Befall durch Holzzerstörende Ameisen daher die Einschaltung eines Bausachverständigen. Mehr Details zu Erkennen, Vorkommen, Lebensweise, Schadwirkung und Bekämpfung von Holzzerstörenden Ameisenarten finden Sie in unserem Praxisbeispiel zur Bekämpfung einer Kolonie der Braunen Wegameise, die sich im Haus angesiedelt hatte.

 

 

Holzzerstörende Ameisenarten - Bekämpfung

Die Bekämpfung von Ameisenkolonien, die sich im Haus angesiedelt haben bereitet aus verschiedenen Gründen oft erhebliche Probleme. Außerhalb des Nestes trifft man in der Regel nur die Arbeiterinnen an. Die ausschließliche Bekämpfung dieser Außendiensttiere macht allerdings wenig Sinn, da der Verlust von vergleichsweise wenigen Individuen rasch ausgeglichen werden kann. Das eigentliche Ziel von Bekämpfungsaktionen sollte daher sein die Königin(nen) zu beseitigen, da nur dann die Ameisenkolonie auf lange Sicht aussterben wird. Meist halten sich die Königinnen in dem am besten geschützten - und damit auch unzugänglichsten Teil des Nestes auf. Dies erschwert eine Bekämpfung mit Kontaktinsektiziden, besonders wenn es sich um weit verzweigte Nestanlagen handelt, wie sie zum Beispiel von der Roßameise (Camponotus ligniperda) bekannt sind. Auch eine Bekämpfung mit vergifteten Ködern allein bringt oftmals nicht den gewünschten Erfolg, da Ameisen in der Regel mehrere Futterquellen nutzen und so nur ein Teil der Tiere vergiftetes Futter aufnimmt.

Bei der Bekämpfung von Holzzerstörenden Ameisen können folgende allgemeine Empfehlungen gegeben werden:

 

Weitere Informationen über Holzzerstörende Ameisenarten - Erkennen, Vorkommen, Lebensweise, Schadwirkung und Bekämpfung.

 

Ähnliche Schädlingsarten

Braune Wegameise (Lasius brunneus)

Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus)

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Kippleibameise (Crematogaster scutellaris)

Little yellow ant (Plagiolepis alluaudi)

Pharaoameise (Monomorium pharaonis)

Rasenameise (Tetramorium caespitum)

Roßameise (Camponotus ligniperda)

Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger)

Schwarzkopfameise (Tapinoma melanocephalum)

Vierpunktameise (Dolichoderus quadripunctatus)

Weißfußameise (Technomyrmex albipes)

Wohlriechende Hausameise (Tapinoma sessile)

Zweifarbige Wegameise (Lasius emarginatus)

 

 

Steckbriefe weiterer Schädlingsarten