Institut für Schädlingskunde

 

 

Khaprakäfer

Wissenschaftlicher Artname des Khaprakäfers: Trogoderma granarium EVERTS, 1898

 

Wie sehen Khaprakäfer aus? Der in die Familie der Speckkäfer (Dermestidae) gehörende Khaprakäfer erreicht lediglich eine Länge von maximal 3 mm. Wie andere Speckkäfer auch, ist der Khaprakäfer dicht behaart. Die Flügeldecken sind einfarbig rostbraun oder weisen häufiger rostbraune bis braune undeutliche Flecken auf. Kopf und Halsschild sind dagegen oft dunkler bis fast schwarz. Die Antennen von Trogoderma granarium bestehen aus 9 bis 11 Segmenten, von denen die letzten 3 bis 5 Segmente eine Fühlerkeule bilden.

 

   
Abb. 1: Der Khaprakäfer (Trogoderma granarium) ist weltweit einer der wichtigsten Vorratsschädlinge   Abb. 2: Larve des Khaprakäfers (Trogoderma granarium)  

 

Wo leben Khaprakäfer? Trogoderma granarium ist weltweit verbreitet, sein Lebensraum ist aber in kühleren Breitengraden auf Getreidespeicher und andere Gebäude, in denen Lebensmittel gelagert werden, beschränkt. Ideale Entwicklungsbedingungen findet der Khaprakäfer an Orten, an denen für mindestens 4 Monate im Jahr eine Durchschnittstemperatur von mehr als 20°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von weniger als 50 % herrschen. Die gesamte Entwicklung kann unter optimalen Bedingungen innerhalb von nur 4 Wochen abgeschlossen sein.

 

Welche Schäden richten Khaprakäfer an? Der Khaprakäfer ist ein Allesfresser, der eine Vielzahl tierischer und pflanzlicher Nahrungsquellen nutzen kann. Besonders häufig wird die Art in Getreide und Getreideprodukten gefunden. Wenn der Befall nicht rechtzeitig erkannt wird, kann in Getreidelagern bis zu 70 % des Getreides zerstört werden. Aber auch tierische Nahrungsquellen wie z. B. getrocknete Insekten, Kadaver jeglicher Art oder Tierhäute werden verwertet. Daher richtet die Art auch in Museen großen Schaden an, wenn dort Tierpräparate und Insektensammlungen befallen werden.

 

Wie kann man Khaprakäfer vernichten? Befallene Lebensmittel können mit den gasförmigen Insektiziden Stickstoff, Kohlendioxid und Phosphorwasserstoff begast werden. Allerdings müssen bei der Bekämpfung des Khaprakäfers höhere Dosen als allgemein üblich eingesetzt werden, was auf die relative Unempfindlichkeit von inaktiven Larven gegenüber den Insektiziden zurückzuführen ist. Larven, die sich in Diapause befinden haben eine äußerst geringe Stoffwechselrate, so dass das Gas entsprechend länger einwirken muss.

 

Hier erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Khaprakäfer (Trogoderma granarium).

 

 

Informationen zu Hausungeziefer, Vorratsschädlingen, Hygieneschädlingen, Lästlingen und Pflanzenschädlingen

© Martin Felke - Institut für Schädlingskunde