Institut für Schädlingskunde

 

 

Kugelspinne (Steatoda triangulosa)

 

Hier erfahren Sie alles über Erkennen, Vorkommen, Lebensweise, Schadwirkung und Bekämpfung der Kugelspinne (Steatoda triangulosa).

 

Wissenschaftlicher Artname der Kugelspinne: Steatoda triangulosa WALCKENAER, 1802

 

Kugelspinne - Erkennen

Die Kugelspinne gehört innerhalb der Spinnen (Araneae) zur Familie Theridiidae, der unter anderem auch die im Süden der USA verbreitete Schwarze Witwe (Latrodectus mactans) angehört. Die Weibchen von Steatoda triangulosa erreichen lediglich eine Länge von drei bis sechs Millimetern. Die Männchen der Kugelspinne bleiben sogar noch kleiner. Der vordere Körperabschnitt, der bei Spinnen allgemein als Cephalothorax bezeichnet wird, ist bräunlich-orange gefärbt. Die einzelnen Segmente der gelblich gefärbten Laufbeine werden jeweils zur Spitze hin dunkler. Der rundliche Hinterleib (Abdomen) von Steatoda triangulosa ist fein behaart. Von der braunen Grundfärbung heben sich eine Reihe weiß bis gelblich erscheinende Flecke ab. Die dorsal auf der Mittellinie des Abdomens liegenden Flecke haben eine mehr oder weniger dreieckige Form, während die seitlichen Markierungen eher unregelmäßig geformt sind.

 

Kugelspinne (Steatoda triangulosa)

Abb. 1: Die Kugelspinne Steatoda triangulosa erreicht maximal eine Größe von 6 mm

Kugelspinne (Steatoda triangulosa)

Abb. 2: Die häufig in Häusern vorkommende Kugelspinne Steatoda triangulosa beim Beutefang

Hausspinne (Tegenaria atrica)

Abb. 3: Die Hausspinne (Tegenaria atrica) wird deutlich größer als die Kugelspinne (Steatoda triangulosa)

 

 

Kugelspinne - Vorkommen und Lebensweise

Die mittlerweile fast weltweit verbreitete Kugelspinne Steatoda triangulosa stammt vermutlich ursprünglich aus Eurasien. Nachweise existieren für Mittel- und Südeuropa, dem südlichen Russland, dem Mittelmeergebiet, St. Helena, Neuseeland, sowie Nord- und Südamerika. In den nördlichen Bereichen ihres Vorkommensgebietes wird Steatoda triangulosa häufig in Häusern gefunden, während sie in den südlichen Teilen ihres Verbreitungsgebietes unter Steinen oder in altem Mauerwerk lebt. In Gebäuden wird das Netz, das aus zahllosen, unregelmäßig gespannten, klebrigen Spinnfäden besteht, in dunklen Ecken der Wohnung wie zum Beispiel unter Heizkörpern errichtet. Die Kugelspinne sitzt meist mitten in ihrem Netz und lauert auf Beute. Erbeutet werden unter anderem Fliegen, Ameisen, Käfer und andere Spinnenarten, die durch Injektion eines Neurotoxins getötet werden. Verpaarte Individuen von Steatoda triangulosa und die bei Spinnen üblichen Eikokons können vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein beobachtet werden. Die locker gewebten Eikokons haben ungefähr dieselbe Größe wie die adulten Kugelspinnen und können bis zu 30 Eier enthalten.

 

Kugelspinne - Schadwirkung

Es existieren keine Berichte darüber, dass der Biss von Steatoda triangulosa für den Menschen gefährlich sein kann. Aus diesem Grund sind in Häusern anzutreffende Kugelspinnen höchstens als Lästlinge zu bezeichnen.

 

Kugelspinne - Bekämpfung

Steatoda triangulosa kann man mit verschiedenen Kontaktinsektiziden, wie zum Beispiel Pyrethroiden oder dem Naturprodukt Pyrethrum bekämpfen. Die Kontaktinsektizide wirken auf das Nervensystem der Kugelspinne und werden direkt auf die im Netz sitzende Steatoda triangulosa gesprüht. Regelmäßiges Staubwischen verhindert, dass Kugelspinnen ihre Netze weben können und sich so im Haus ansiedeln.

 

Weitere Informationen zu Erkennen, Vorkommen, Lebensweise, Schadwirkung und Bekämpfung der Kugelspinne (Steatoda triangulosa).

 

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