Institut für Schädlingskunde

Tigerschnegel bekämpfen



Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen von Limax maximus (Tigerschnegel).



Wissenschaftliche Bezeichnung: Limax maximus LINNAEUS, 1758

 

Tigerschnegel - Aussehen: Der Tigerschnegel hat seinen Namen aufgrund der typischen Körperzeichnung erhalten. Auf hellem Untergrund zeigen die Tiere ein sehr variables Zeichnungsmuster aus dunklen Punkten und Linien. Es sind relativ große Nacktschnecken, die bis zu 13 cm lang werden können. Die Eier von Limax maximus sind vollkommen durchsichtig und haben einen Durchmesser von bis zu 4 mm.

 

   
Abb. 1: Tigerschnegel (Limax maximus) stammen ursprünglich aus Südwesteuropa
  Abb. 2: Limax maximus, der Tigerschnegel, gehört zur Familie der Großschnegel  

 

Tigerschnegel - Verbreitung und Verhalten: Tigerschnegel kommen von der iberischen Halbinsel bis zum Kaukasus vor. Nach Norden reicht ihr Verbreitungsgebiet bis nach Skandinavien. Limax maximus kommt darüber hinaus auch in Nordamerika Australien, Tasmanien, Neuseeland und Südafrika vor und lebt überwiegend in Gärten und anderen, vom Menschen geprägten Lebensräumen. Tigerschnegel sind überwiegend nachtaktiv und verstecken sich tagsüber unter morschem Holz oder Rindenstücken. Gelegentlich findet man diese Nacktschnecken auch in feuchten Kellern wo sie Kartoffeln oder andere, dort gelagerte Gemüsesorten anfressen können. Während sich die Jungschnecken in den ersten Lebenstagen von verrottenden Pflanzen ernähren, fressen sie später besonders gern wasserhaltiges Gemüse wie Tomaten, Gurken oder Kürbisse. Tigerschnegel sind Zwitter und pflanzen sich meist zwischen Juli und September fort. Bei der Paarung hängen die beiden Schnecken eng umschlungen an einem bis zu 40 cm langen Schleimfaden und begatten sich dabei gegenseitig. Nach der Paarung trennen sie sich wieder und legen ca. 3 Wochen später bis zu 200 Eier ab. Tigerschnegel können ein Alter von bis zu 3 Jahren erreichen.

 

 

Tigerschnegel - Schadpotenzial: Tigerschnegel sind zwar weit verbreitet, kommen aber normalerweise nie in so großer Zahl vor wie die Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus) oder die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum). Aus diesem Grund richten sie auch meist weit weniger Schäden an als diese beiden gefürchteten Schadschneckenarten. Aufgrund ihrer Vorliebe für wasserhaltiges Gemüse können Tigerschnegel in Gemüsegärten vor allem Tomaten, Gurken oder Kürbisse anfressen. Besonders in feuchten und kühlen Kellern kann Limax maximus dort gelagerte Kartoffeln anfressen.

 

 

Tigerschnegel - Bekämpfen: Um Tigerschnegel oder andere Schadschnecken wie die die Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus) oder die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum) zu bekämpfen hält der Handel verschiedene Schädlingsbekämpfungspräparate bereit, die die Wirkstoffe Eisen(III)-Phosphat, Metaldehyd und Methiocarb enthalten. Bekämpfungsaktionen sind besonders bei warmer, trockener Witterung erfolgreich, da die Schnecken unter diesen Bedingungen Flüssigkeitsverluste schlechter ausgleichen können, die infolge der Wirkstoffaufnahme eingetreten sind.

 

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