Institut für Schädlingskunde

Maiskäfer bekämpfen


Wissenschaftlicher Artname des Maiskäfers
: Sitophilus zeamais (MOTSCHULSKY, 1855)

 

Wie sehen Maiskäfer aus? Wie alle Arten aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) hat auch der Maiskäfer einen rüsselförmig verlängerten Kopf. Die Körpergröße der Käfer liegt bei etwa 3 Millimetern. Auf den Flügeldecken weisen die Käfer 4 gelbliche bis rötlich-gelbe Flecken auf. Eine sehr ähnlich aussehende Rüsselkäferart ist der Reiskäfer (Sitophilus oryzae). Im Gegensatz zum Kornkäfer (Sitophilus granarius) ist der Maiskäfer in der Lage zu fliegen.

 

   
Abb. 1: Der Maiskäfer (Sitophilus zeamais) stammt ursprünglich aus den Tropen   Abb. 2: Detailansicht des rüsselförmig verlängerten Kopfes des Maiskäfers (Sitophilus zeamais)  

 

 

 
Abb. 3: Der Maiskäfer (Sitophilus zeamais) befällt Mais und andere Getreidearten  

 

 

Wo leben Maiskäfer? Der Maiskäfer stammt ursprünglich aus den Tropen. Die komplette Entwicklung wird im Inneren des Maiskorns durchlaufen. Erst der Käfer verlässt nach der Metamorphose das Maiskorn um sich fortzupflanzen. Unter geeigneten Bedingungen ist die Entwicklungszeit sehr kurz. Bei einer Temperatur von 27°C kann dieser Schädling in nur 14 Wochen Lagerzeit an Mais einen Masseverlust von 74 % verursachen und zudem die Keimfähigkeit stark verringern.

 

Welche Schäden können Maiskäfer anrichten? Der Maiskäfer ist ein typischer Vorratsschädling, der nicht nur Mais, sondern auch andere Getreidesorten befällt. Die befallenen Maiskörner werden sekundär durch Pilze infiziert und obendrein von Milben besiedelt. Derartig geschädigter Mais kann weder zu Nahrungsmitteln, noch zu Tierfutter verarbeitet werden.

 

 

Wie kann man Maiskäfer bekämpfen? Insbesondere die Bekämpfung von Larven und Puppen des Maiskäfers gestaltet sich schwierig, da diese Entwicklungsstadien im geschlossenen Korn gegen Kontaktgifte geschützt sind. Zur Behandlung können befallene Lebensmittel in gasdichten Containern mit Stickstoff, Kohlendioxid und Phosphorwasserstoff begast werden. Allerdings müssen v. a. die inerten Gase Stickstoff (N2) und Kohlendioxid (CO2) lange einwirken um zu einem Bekämpfungserfolg zu führen. Besondere Probleme bereitet die Bekämpfung der atmungsinaktiven Puppen von Sitophilus zeamais. Vor allem bei niedrigen Temperaturen nehmen sie kaum noch Sauerstoff – und damit auch Gift – auf. Daher können sie Bedingungen überleben, die für die anderen Entwicklungsstadien bereits tödlich wären. Weitere Informationen zur Bekämpfung von Maiskäfern finden Sie auf unserer Extraseite Schädlinge bekämpfen.

 

Hier erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Maiskäfer (Sitophilus zeamais).

 

 

Informationen zu Hausungeziefer, Vorratsschädlingen, Hygieneschädlingen, Lästlingen und Pflanzenschädlingen

 

© Martin Felke - Institut für Schädlingskunde