Institut für Schädlingskunde

Messingkäfer



Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen des Messingkäfers (Niptus hololeucus)



Wissenschaftliche Bezeichnung: Niptus hololeucus FALDERMANN, 1836

 

Messingkäfer - Aussehen: Messingkäfer erinnern aufgrund ihrer kugelförmigen Gestalt auf den ersten Blick eher an eine Spinne, als an ein Insekt. Sie erreichen eine Körperlänge von maximal 4,6 Millimeter. Die Flügeldecken sind mit dichten, messinggelben Haaren bedeckt (siehe Abbildung 1). Die Antennen von Niptus hololeucus sind recht lang. Dieses Merkmal ist typisch für Arten aus der Familie der Diebkäfer.

 

 
Abb. 1: Messingkäfer (Niptus hololeucus)  

 

 

Messingkäfer - Verbreitung und Verhalten: Messingkäfer stammen aus gemäßigten Breiten und bevorzugen Temperaturen von 20 bis 25°C sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent. Die gesamte Entwicklungsdauer dauert bei 20°C etwas mehr als ein halbes Jahr. Bei 25°C und 70 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit verkürzt sich diese Zeitspanne auf ungefähr zwei Monate. Sowohl die Larven, als auch die Käfer von Niptus hololeucus können sich von verschiedenen tierischen und pflanzlichen Stoffen ernähren.

 

Messingkäfer - Schadpotenzial: Messingkäfer gelten als Vorratsschädlinge und Materialschädlinge. Sie befallen zum Beispiel Stroh, Tabak, Getreide, Getreideprodukte, Backwaren oder Trockenfrüchte. Besonders häufig tritt Niptus hololeucus als Materialschädling in Fachwerkhäusern auf. Hier leben die Käfer im pflanzlichen Füllmaterial von Zwischendecken. Oft bleibt ein Messingkäfer-Befall jahrelang unbemerkt.

 

 

Messingkäfer - Bekämpfen: Vor Beginn von Bekämpfungsmaßnahmen sollte zunächst der Befallsherd gefunden werden. Grundsätzlich müssen alle Hohlräume, in denen sich Messingkäfer aufhalten und vermehren könnten untersucht werden. Hierzu zählen Geschossdecken die pflanzliches Füllmaterial enthalten, Hohlräume in Dachschrägen und Dachgeschoßausbauten oder aber längere Zeit unbenutzte Schornsteine. Zur Bekämpfung können Kontaktinsektizide oder Kieselgur-Präparate verwendet werden, die in die Versteckplätze der Käfer ausgebracht werden müssen. Tritt Niptus hololeucus in Silos oder Lagerhallen auf, so können Stickstoff, Kohlendioxid oder Phosphorwasserstoff zur Bekämpfung verwendet werden.

 

Noch mehr Informationen zu Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen des Messingkäfers (Niptus hololeucus)

 

 

Schädlinge & Ungeziefer

© Martin Felke - Institut für Schädlingskunde