Wie der deutsche Artname schon andeutet, weist der Siamesische Flachkäfer einen recht flachen Körperbau auf. Die rotbraun gefärbten Käfer erreichen eine Körperlänge von bis zu drei Millimetern. Die kurzen Fühler von Lophocateres pusillus bilden eine dreigliedrige Endkeule aus. Die Flügeldecken zeigen sechs kielförmige Längsrippen mit dazwischen liegenden Punktreihen. Die Vorderecken des stark punktierten Halsschilds sind beim Siamesischen Flachkäfer deutlich nach vorne vorgezogenen.
Der Siamesische Flachkäfer kommt weltweit in tropischen Regionen vor. Gelegentlich gelangt dieser Vorratsschädling mit Nahrungsmittelimporten auch nach Mitteleuropa. Aufgrund seiner tropischen Herkunft kann sich der Siamesische Flachkäfer bei Temperaturen von weniger als 15°C nicht entwickeln. Bei einer konstanten Temperatur von 35°C dauert der komplette Entwicklungszyklus knapp 50 Tage. Sowohl Käfer als auch Larven von Lophocateres pusillus ernähren sich von verschiedenen pflanzlichen Produkten. Meist werden solche Vorräte genutzt, die bereits von anderen Vorratsschädlingen, wie dem Getreidekapuziner (Rhizopertha dominica) oder dem Vierhornkäfer (Gnathocerus cornutus) vorgeschädigt wurden.
Der Siamesische Flachkäfer ist ein typischer Vorratsschädling. Befallen werden unter anderem Reis, Getreide, Mehl, Erdnüsse, Trockenfrüchte, Bohnen, Kaffee oder Kakao. Befallene Vorräte werden durch den Kot der Käfer verunreinigt und können sekundär leicht von Vorratsschädlichen Milben wie der Mehlmilbe (Acarus siro) oder der Modermilbe (Tyrophagus putrescentiae) befallen werden.
Um den Siamesischen Flachkäfer zu bekämpfen müssen abgepackte Vorräte, die einen Befall mit Lophocateres pusillus aufweisen, mit Stickstoff, Kohlendioxid oder Phosphorwasserstoff begast werden. Tritt dieser Vorratsschädling in Mühlen oder Großbäckereien auf, so kann auch ein thermisches Verfahren - die sogenannte Wärmeentwesung - zur Bekämpfung eingesetzt werden.
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